Pflegeimmobilie verkaufen

Was Sie wissen sollten, wenn Sie eine Pflegeimmobile verkaufen wollen

Pflegeimmobilien werden häufig als Kapitalanlage genutzt, da sie durch langfristige Pachtverträge eine planbare Mietrendite als laufendes Einkommen bieten. Der Verkaufsprozess einer Pflegeimmobilie unterscheidet sich vom klassischen Immobilienverkauf und erfordert spezielles Fachwissen.

Vier ältere Erwachsene sitzen dicht beieinander auf einem grünen Ledersofa in einem gemütlichen Raum mit einem gemauerten Kamin und unterhalten sich bei Snacks und Getränken darüber, wie man vermietete wohnung verkaufen kann. In der Nähe ist Brennholz gestapelt, durch ein großes Fenster fällt Tageslicht.

Autor: Christian Werner

Pflegeimmobilie verkaufen – Das Wichtigste im Überblick: 

  • Pflegeimmobilien werden häufig als Kapitalanlage genutzt und können aufgrund hoher Nachfrage am Zweitmarkt eine stabile oder positive Wertentwicklung aufweisen.
  • Ob sich der Verkauf einer Pflegeimmobilie lohnt, hängt u. a. von Wertentwicklung, persönlicher Situation, steuerlichen Aspekten und dem geplanten Anlagehorizont ab.
  • Der Verkauf einer Pflegeimmobilie unterscheidet sich vom klassischen Wohnimmobilienverkauf und erfordert spezielles Markt- und Fachwissen.
  • Beim Verkauf können Kosten wie Maklerprovision, Spekulationssteuer oder Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen.
  • Der Verkauf mit einem Makler kann Risiken reduzieren, den Verkaufsprozess strukturieren und häufig bessere Verkaufsergebnisse erzielen.

Was ist eine Pflegeimmobilie? 

Als Pflegeimmobilien gelten Immobilien, die speziell für die Betreuung und Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen konzipiert sind. Dazu zählen Einheiten in Senioren-, Pflege- oder Wohnheimen, die häufig von einem professionellen Betreiber geführt werden und über langfristige Pachtverträge verfügen. 

Ebenfalls darunter fallen Wohnungen im Konzept „Betreutes Wohnen“bei denen selbstständiges Wohnen mit optionalen Pflege- und Serviceleistungen kombiniert wird. Charakteristisch für Pflegeimmobilien ist die Trennung von Eigentum und Betrieb: Eigentümer stellen die Immobilie bereit, während ein Betreiber den laufenden Pflegebetrieb übernimmt. 

Lohnt es sich, eine Pflegeimmobilie zu verkaufen? 

Ob sich der Verkauf einer Pflegeimmobilie lohnt, hängt stark von der individuellen Situation und der Marktentwicklung ab. Bei einer positiven Wertentwicklung kann der Verkauf attraktiv sein, da sich ein Gewinn realisieren lässt, insbesondere dann, wenn das Pflegeheim gut ausgelastet ist, einen etablierten Betreiber hat und die Nachfrage nach Pflegeplätzen steigt. In solchen Fällen profitieren Eigentümer häufig von einer Wertsteigerung am Zweitmarkt für Pflegeimmobilien. 

Auch kurz vor dem Renteneintritt kann ein Verkauf sinnvoll sein. Da Abschreibungen steuerlich vor allem bei vorhandenem Einkommen relevant sind, verlieren sie im Ruhestand an Bedeutung. Der Verkaufserlös kann dann zur Umschichtung des Vermögens oder zur Liquiditätssicherung genutzt werden. 

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Wann lohnt sich der Verkauf einer Pflegeimmobilie nicht? 

Ein Verkauf ist nicht immer die beste Entscheidung. Wenn Sie planen, die Pflegeimmobilie im Alter selbst zu nutzen, etwa als späteren Pflegeplatz, kann es sinnvoll sein, die Immobilie zu behalten und nicht primär als Kapitalanlage zu betrachten. Wichtig zu wissen: Ein bestehendes Vorrecht auf einen Pflegeplatz geht beim Verkauf in der Regel auf den Käufer über, sofern dieses nicht ausdrücklich im Kaufvertrag gesichert wird. 

Auch aus wirtschaftlicher Sicht kann Abwarten sinnvoll sein. Hat die Pflegeimmobilie noch nicht den gewünschten Kapitalertrag oder die erwartete Wertentwicklung erreicht, lohnt es sich häufig, den Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt zu prüfen. Gerade bei langfristig ausgelegten Pflegeimmobilien entfaltet sich das volle Rendite- und Wertpotenzial oft erst nach mehreren Jahren. 

Schritte beim Verkauf einer Pflegeimmobilie 

(1) Marktwert und Angebotspreis festlegen 
Am Anfang steht die realistische Einschätzung des Marktwerts. Bei einer Pflegeimmobilie spielen unter anderem Standort, Betreiber, Restlaufzeit des Pachtvertrags und die Nachfrage am Zweitmarkt für Pflegeimmobilien eine Rolle. Ein falsch angesetzter Preis kann den Verkauf verzögern oder zu finanziellen Einbußen führen. 

(2) Verkaufsunterlagen und Exposé vorbereiten 
Im nächsten Schritt werden alle relevanten Unterlagen zusammengestellt, etwa Pachtvertrag, Betreiberinformationen, Wirtschaftlichkeitsdaten und Objektbeschreibung. Daraus entsteht ein Exposé für potenzielle Käufer. 

(3) Geeignete Käufer finden 
Die Pflegeimmobilie wird gezielt Investoren, Privatanlegern oder Unternehmen angeboten, die am Ankauf von Pflegeimmobilien interessiert sind. Teilweise kommen auch andere Eigentümer oder Anleger aus dem Umfeld der Immobilie infrage. 

(4) Kaufinteressenten prüfen und Preis verhandeln 
Nach ersten Gesprächen erfolgt die Auswahl eines geeigneten Käufers und die Verhandlung des Kaufpreises. 

(5) Kaufvertrag vorbereiten und Notartermin durchführen 
Zum Abschluss wird der Kaufvertrag erstellt und notariell beurkundet. 

Eine ältere Frau mit lockigem, grauem Haar trägt ein geblümtes Kleid und eine weiße Schürze, während sie an einer Spüle eine Karotte wäscht und darüber nachdenkt, wie man vermietete wohnung verkaufen kann; natürliches Licht fällt ein und beleuchtet Gemüse und Küchenutensilien in der Nähe.

Vorteile beim Verkauf einer Pflegeimmobilie mit Makler 

Der Verkauf einer Pflegeimmobilie über einen spezialisierten Makler für Pflegeimmobilien bietet Eigentümern zahlreiche Vorteile, insbesondere in einem komplexen und spezialisierten Marktsegment. 

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  • Fundierte Marktkenntnis: Makler kennen den Markt für Pflegeimmobilien, aktuelle Nachfrage, Preisniveaus und Besonderheiten einzelner Standorte und Betreiber.
  • Realistische Preisermittlung: Auf Basis von Markt- und Vergleichsdaten wird ein marktgerechter Angebotspreis festgelegt.
  • Professionelle Aufbereitung der Unterlagen: Die Maklerin übernimmt die Zusammenstellung und Aufbereitung aller relevanten Dokumente, etwa zu Pachtvertrag und Betreiberstruktur.
  • Gezielte Käuferansprache: Durch bestehende Netzwerke erreicht der Makler gezielt Investoren und Unternehmen, die am Ankauf von Pflegeimmobilien oder am Kauf eines Pflegeheims interessiert sind.
  • Zeitersparnis für den Eigentümer: Vermarktung, Kommunikation mit Interessenten und Koordination der nächsten Schritte werden vollständig übernommen. 
  • Unterstützung bei Preisverhandlungen: Makler führen Verhandlungen marktgerecht, um wirtschaftlich optimale Ergebnisse zu erzielen. 
  • Begleitung bis zum Notartermin: Der gesamte Verkaufsprozess wird bis zur notariellen Beurkundung begleitet, einschließlich Abstimmung mit Notar und Käufer. 

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Wie berechne ich den Wert der Pflegeimmobilie?  

Der Wert einer Pflegeimmobilie wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Entscheidend sind vor allem Lage, Zustand, Ausstattung sowie die Nachfrage nach Pflegeplätzen am jeweiligen Standort. Auch die Attraktivität der Pflegeeinrichtung und ihre Auslastung spielen eine wichtige Rolle. 

Positiv wirkt sich aus, dass der Bedarf an Pflegeimmobilien in Deutschland seit Jahren höher ist als das Angebot. Viele Pflegeeinrichtungen sind dauerhaft ausgelastet oder vollständig belegt. Diese hohe Nachfrage führt dazu, dass Pflegeimmobilien häufig stabil bewertet werden und in vielen Fällen eine positive Wertentwicklung zeigen. 

Eine Pflegekraft in blauem Kittel unterhält sich mit zwei älteren Menschen an einem Tisch, die auf Papiere mit bunten Zeichnungen blicken. Die Szene ist hell und fröhlich in einer gemütlichen Küche, in der sie alltägliche Themen besprechen, z. B. wie man eine vermietete Wohnung verkauft.

Welche Kosten entstehen für mich beim Verkauf einer Pflegeimmobilie? 

Der Verkauf einer Pflegeimmobilie ist, wie jeder Immobilienverkauf, mit bestimmten Kosten verbunden. Je nach Ausgangslage können folgende Posten anfallen: 

  • Maklerkosten: Abhängig vom Bundesland und der vertraglichen Vereinbarung. Die Höhe variiert regional.
  • Wertgutachten: Ca. 1–1,5 % des Werts der Pflegeimmobilie, sofern ein externes Gutachten beauftragt wird.
  • EnergieausweisJe nach Art (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis) etwa 25 bis 500 Euro.
  • Vermarktungskosten: Bei Verkauf ohne Makler (z. B. Kosten für Immobilienportale, Anzeigen oder Exposé-Erstellung).
  • Vorfälligkeitsentschädigung: Kann anfallen, wenn bestehende Darlehen vorzeitig abgelöst werden. Die Höhe hängt von Restschuld, Sollzins und Tilgungsvereinbarung ab.
  • Spekulationssteuer: Fällt an, wenn die gesetzliche Spekulationsfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Höhe richtet sich nach dem erzielten Verkaufsgewinn und dem persönlichen Steuersatz. 

Welche Unterlagen benötige ich für den Verkauf einer Pflegeimmobilie? 

Für einen reibungslosen Verkauf einer Pflegeimmobilie sollten alle relevanten Unterlagen vollständig vorliegen. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick über die wichtigsten Dokumente: 

  • Angaben zum Bauträger sowie zur Bau- und Ausstattungsbeschreibung der Pflegeeinrichtung
  • Name und Informationen zum Betreiber des Pflegeheims
  • Einrichtungsbeschreibung der Pflegeimmobilie (z. B. Möbel, Sanitäranlagen, Gemeinschaftsflächen)
  • Darlehensvertrag, sofern die Pflegeimmobilie finanziert ist
  • Energieausweis
  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Grundriss der Pflegewohnung bzw. Einheit
  • Wertgutachten der Pflegeimmobilie (falls vorhanden)
  • Wohnungsmietvertrag oder Pachtvertrag der Pflegeimmobilie
  • Notarieller Kaufvertrag aus dem ursprünglichen Erwerb
  • Teilungserklärung der Pflegeimmobilie
  • Ggf. Unterlagen zur Instandhaltung, Gebäudeversicherungen sowie ein Wirtschaftsplan für die kommenden Jahre 

Pflegeimmobilie verkaufen – FAqs:

Über den Autor:  Christian Werner ist Diplom Immobilienwirt mit mehr als 10 Jahren Branchenerfahrung und Geschäftsführer von MPW Immobilien. Als DEKRA zertifizierter Sachverständiger für Immobilienwertermittlung berät er Kundinnen und Kunden beim Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien und begleitet sie bei allen Fragen rund um Bewertung und Vermarktung.  

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