So sparen Sie Geld und vermeiden Schimmel

Wer im Winter falsch lüftet und heizt, schmeißt Geld aus dem Fenster – und hat es im schlimmsten Fall mit gesundheitsgefährdendem Schimmel zu tun. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Heizen und Lüften im Winter achten sollten, damit Sie Schimmel und teure Nachzahlungen bei der Nebenkostenabrechnung vermeiden.

Richtig heizen im Winter

Vermeiden Sie ein Auskühlen der Wände im Winter – ein ständiges Auskühlen und Aufheizen treibt die Kosten schnell in die Höhe. Wer weniger Energie verbrauchen möchte, sollte stattdessen auch im Bad oder im Schlafzimmer ganztägig heizen. Empfehlenswert ist eine Wohnraumtemperatur von etwa 20Grad Celsius.

Wenn sich niemand im Haus oder in der Wohnung befindet, sind 16 Grad
Heiztemperatur ausreichend. Auch nachts sollten Sie die Temperatur etwas herunterschrauben – das gelingt automatisch mit einem gut eingestellten Thermostat. So sparen Sie Energie, Geld und schlafen besser!

Tipp: So finden Sie die richtige Heiztemperatur – Herkömmliche Heizkörper haben fünf Stufen:

  • Stufe 1: 12 Grad Celsius
  • Stufe 2: 16 Grad Celsius
  • Stufe 3: 20 Grad Celsius
  • Stufe 4: 24 Grad Celsius
  • Stufe 5: 28 Grad Celsius

Die Striche zwischen den einzelnen Stufen sind Abstufungen. Die Schneeflocke steht für den Frostschutz, die Sonne für die normale Tagestemperatur von 20 Grad und der Halbmond für die Nachtabsenkung. Demnach erhalten Sie die empfohlenen 20 Grad Zimmertemperatur in der Regel mit Stufe 3 oder dem Sonnensymbol Ihres Thermostats. Wenn Sie sich nicht sicher sind, verschafft ein Zimmerthermometer Abhilfe!

Richtig Lüften im Winter

Lüften Sie mindestens zwei Mal täglich: Drehen Sie die Heizung herunter und öffnen Sie die Fenster für etwa 5 Minuten komplett („Stoßlüften“). Das sorgt für einen Luftaustausch, verbessert das Raumklima und vermeidet Feuchtigkeit – die kalte und trockene Frischluft nimmt Feuchtigkeit besser auf als die verbrauchte Innenraumluft und lässt sich anschließend schneller erwärmen. Zusätzlich sollten Sie nach dem Aufstehen im Schlafzimmer lüften, nach dem Duschen im Bad und beim Kochen in der Küche. Unbedingt zu vermeiden ist das dauerhafte Lüften mit gekippten Fenstern. So kann die Luft nicht zirkulieren und Sie heizen Geld zum Fenster raus. Das führt schnell zu Mehrkosten von mehreren hundert Euro und erhöht das Schimmelrisiko!

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Was Sie über Schimmel wissen müssen

Schimmel entsteht, wenn Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Das führt zu Kondensation an Wänden oder Wärmebrücken und Schimmel ist nur noch eine Frage der Zeit. Besonders gefährdet sind die Schlafräume – durch Ihre Atemluft steigt die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer über Nacht stark an. Die Feuchtigkeit sammelt sich dann in Textilien und Möbeln und führt zu Kondensationen an Fenstern und Oberflächen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie im Winter nach dem Aufstehen lüften und sich vor Kondenswasser und Schimmelbildung schützen.

Tipp: Statt Stoßlüften können Sie auch Querlüften. Öffnen Sie dafür die Zimmertür und ein gegenüberliegendes Fenster. So entsteht ein Luftzug, der die Raumluft besonders schnell austauscht – meist reichen bereits zwei Minuten Querlüften.

Fazit

Richtig Heizen und Lüften im Winter ist keine Raketenwissenschaft. Achten Sie auf die richtige Raumtemperatur, vermeiden Sie häufiges Abkühlen und Aufheizen und lüften Sie regelmäßig stoß (oder quer). Um zusätzlich Heizkosten zu sparen, sollten Sie natürlich Zugluft vermeiden, die Türen geschlossen halten und auf dichte Fenster achten. Sobald es draußen dunkel wird, können Sie außerdem die Rollladen, Jalousien oder Vorhänge schließen – so halten Sie die Wärme länger in Ihren Räumen. Wir wünschen Ihnen eine warme und gemütliche Winterzeit!